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Onycholyse – Wenn sich der Nagel ablöst

Ein Albtraum für jede Frau: ein Nagel löst sich teilweise oder komplett vom Nagelbett ab und eine rosane und raue Haut kommt zum Vorschein. Es liegt nicht nur ein auffälliger optischer Makel vor sondern auch eine Einschränkung bei der täglichen Arbeit. Diese Krankheit kann nicht nur Frauen betreffen sondern alle Menschen jeder Altersgruppe. Doch welche Krankheit verbirgt sich hinter diesem beunruhigenden Ablösen des Nagels, wie kann diese Krankheit vorgebeugt und ein bereits vorhandenes Krankheitsbild behandelt werden?

Das Krankheitsbild Onycholyse

Das Ablösen des Nagels wird in der Medizin als Onycholyse bezeichnet. Dies leitet sich aus dem griechischen von onyx=Nagel und lysis=Lösung/Auflösung ab. Es wird unterschieden zwischen einer partiellen-Onycholyse und einer totalen-Onycholyse. Beim Ersteren handelt es sich um eine teilweise Ablösung des Nagels vom Nagelbett, welches als ein häufig auftretendes Krankheitsbild eingestuft wird, wohingegen bei der totalen-Onycholyse, dessen Auftretungswahrscheinlichkeit seltener ist, es sich um die komplette Ablösung des Nagels handelt. Bei der totalen-Onycholyse kann ein endgültiger Nagelverlust, auch Anonychie genannt, eintreten. Die ersten Anzeichen für das Auftreten der Krankheit sind weißliche oder gelbliche Flecken auf den Nägeln mit einer Anhebung des Nagels unter den Verfärbungen.

Was sind die Ursachen dieser Krankheit?

Es gibt mehrere Auslöser die für das Ablösen des Nagels verantwortlich sind. Diese Ursachen sind im Folgenden aufgelistet:

  1. Ein durch äußere Einflüsse verursachtes Trauma des Nagels. Äußere Einflüsse können ein starker Stoß oder Schlag auf den Nagel als auch eine übermäßige Maniküre sein.
  2. Eine aufgetretene und nicht behandelte Hautkrankheit. Hautkrankheiten die das Ablösen eines Nagels verursachen sind unter anderem Schuppenflechte, Diabetes und Neurodermitis.
  3. Auftretende Infektionen des Nagelbetts, auch Paronychie genannt, die durch eine Pilzinfektion in Form von Fadenpilzen, Bakterien oder einem Hefepilz hervorgerufen werden.
  4. Die Einnahme von Medikamenten. Zu den Medikamenten werden u.a. Tetrazykline (Antibiotika), Griseofulvin (Antimykotikum) und Taxane (Abbau-Hemmer des Spindelapparates) gezählt.
  5. Erkrankungen des Systems oder metabolische Störung wie beispielsweise Yellow-Nail-Syndrom.
  6. Eine, vor dem Ablösen des Nagels, auftretende Schwarzfärbung des Nagels, welche von Tumoren (Melanom) verursacht wird.
  7. Eine Veränderung des Kalziumstoffwechsels aufgrund einer Schwangerschaft.
  8. Übermäßiger Kontakt mit Wasser oder Chemie.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für diese Krankheit?

Sollte sich ein Nagel ablösen oder gibt es erste Anzeichen einer Nagelerkrankung, sollte grundsätzlich ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache herauszufinden und schwere Krankheiten auszuschließen. Handelt es sich bei der Ursache um eine Infektion, kann durch die Feststellung des Auslösers eine weitere Verbreitung der Infektion vermieden werden sodass der Nagel sich nicht weiter oder komplett löst. Liegt ein Trauma in Form von einem Stoß oder einer Quetschung vor, ist eine Ablösung sehr wahrscheinlich. Dennoch sollte auch hier ein Arzt aufgesucht werden, um die Verbreitung von weiteren Keimen zu vermeiden. Bei einer Mangelerscheinung in Form von Calcium, kann der Arzt dem Patienten Medikamente verschreiben, um diesen Mangel aufzuheben und den Speicher wieder aufzufüllen. Wird die Ablösung aufgrund eines bereits eingenommenen Medikaments verursacht, ist ein Wechsel der Arznei nach Absprache mit dem Arzt zu empfehlen. Auch besteht die Möglichkeit das Krankheitsbild mit homöopathischen Mitteln zu behandeln. Hier werden natürliche Bestandteile und essentielle Öle eingesetzt. Diese Mittel bekämpfen beispielsweise nicht nur effektiv eine Pilzerkrankung sondern sorgen durch die Stimulierung des Organismus auch für eine Bildung von Antikörpern.

Welche Vorbeugemaßnahmen gibt es?

Bei ständigem Kontakt der Hände mit Chemie oder Wasser ist es ratsam, für die Situation entsprechende Schutzkleidungen in Form von Handschuhen oder anderen Schutzmaßnahmen zu sorgen.
In öffentlichen Freibädern oder Schwimmhallen tummeln sich viele Bakterien auf dem Boden, weswegen darauf zu achten ist, bei einem Besuch dieser, Badeschlappen oder andere Fußbekleidungen mitzunehmen und zu tragen, um eine Ansteckung von Pilzkrankheiten zu vermeiden. Auch das Waschen und Desinfizieren der Füße nach einem Besuch von öffentlichen Freibädern oder Schwimmhallen beugen eine Erkrankung vor. Bei einer Verletzung des Nagels ist die Wunde mit einem Pflaster zu schützen, um das Eindringen von Bakterien in die offene Wunde zu vermeiden.
Auch sind viele Bakterien in den Handtüchern, weswegen diese regelmäßig gewechselt und bei 60°C gewaschen werden müssen, um zu gewährleisten, dass sämtliche Bakterien abgetötet werden und somit eine Infektion vermieden wird. Ein häufiger Wechsel der Handtücher ist bei einer bereits vorhandenen Infektion notwendig. Auf eine Hand- und Fußhygiene ist zu achten und auf ein sorgfältiges Abtrocknen der Haut nach einem langen Bad oder einer Dusche. Das Tragen von atmungsaktiven Schuhen verhindert eine Feuchtigkeitsansammlung in den Socken und im Schuh selbst und vermeidet somit ein bakterienfreundliches Klima. Ein bequemes Schuhwerk ist ebenso notwendig um ein Ablösen des Nagels vorzubeugen. Jenes Schuhwerk sorgt aufgrund seiner Bequemlichkeit für eine Druckentlastung und beugt somit ein Trauma in Form von Quetschungen des Nagels vor. LKW-Fahrer, Mitarbeiter im Baugewerbe, Mitarbeiter der Feuerwehr oder der Metzgerei und Mitarbeiter aus sämtlichen industriellen Berufen sollten Arbeitsschuhe tragen, um Quetschungen oder Verletzungen des Fußes und somit des Nagels zu vermeiden. Oft besteht in diesen Bereichen bereits eine Pflicht Arbeitsschuhe zu tragen.

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