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5 Dinge die du über Acryl Nagellack wissen solltest

5 Dinge, die Du über Acryl-Nägel wissen musst

Acryl Nägel sind die Königsdisziplin der Kunstnägel. Aber wie soll der Spaß den nun funktionieren? Im Internet stoßen wir meistens bloß auf Foren, in denen jeder mit jedem diskutiert. Wir fühlen uns verwirrt und verunsichert von den ganzen Meinungen von Menschen da draußen, die oft nicht einmal Spezialisten auf dem Gebiet sind.

In diesem Artikel führe ich Dir 5 Dinge auf, die Du über Acryl Nägel wissen musst. Darüber hinaus gebe ich Dir eine Menge Infos und Tipps zum selber machen dazu. Keine Diskussionen und Debatten sondern Fakten, mit denen Du auch was anfangen kannst. Zuletzt habe ich noch eine kleine Übersicht über die Vor- und Nachteile von Acryl für Dich.

5. Du brauchst für Acryl-Nägel keine UV-Lampe

Das wusstest Du wahrscheinlich schon, oder? Aber wusstest Du auch, was es besonders erwähnenswert macht? – Chemisch gesehen bestehen Acryl und Gel aus denselben Rohstoffen und unterscheiden sich lediglich in ihrer Handhabung … Im Gegensatz zu Gel oder Gelnagellack brauchst Du für Acryl keine UV-Lampe, weil es von selbst aushärtet. Der offensichtlichste Grund, weshalb Nagelfans diese Alternative zu Gel oft wählen.

4. Acryl für Nagelmaniküre ist aus Pulver

Als Fertigprodukt, wie Nagellack oder Gel, wirst Du Acryl nicht finden: Acryl für Nägel ist aus Pulver und wird mit einer speziellen Flüssigkeit (Acryl-Liquid) verwendet. Die Methode entstand in den 50er Jahren in den USA und nennt sich Zweikomponenten-System oder auch Pulver-Flüssigkeitsmethode.

Sobald Du das Pulver in Kontakt mit dem Liquid bringt, nimmt es eine Gel-artige Konsistenz an. Total faszinierend! Der Trick ist, kleine Bällchen zu formen und mit ihnen den Nagel zu modellieren.

Der Aushärtungsprozess (Polymerisation) setzt direkt nach dem Abmischen ein, aber solange das Acryl durch das Modellieren noch in Bewegung bleibt, verzögert der Prozess sich. Die Arbeit erfordert dennoch einiges an Übung.

Verschiedene Liquids haben unterschiedliche Aushärtungszeiten. Wenn Du noch Anfänger bist, solltest Du dich für ein langsam aushärtendes Liquid entscheiden, sodass Du beim Arbeiten keinen Zeitdruck hast.

Tipp: Außerdem gibt es Liquids mit Haftvermittler-Funktion oder mit UV-Schutz, damit das Acryl nicht durch Sonne oder andere Einflüsse vergilbt.

Künstliche Nagelverlängerungen mit Nagel-Tips oder Schablonen sind genauso wie ein Refill kein Problem.

3. Wie Du Fingernägel mit Acryl modellierst

Zur Vorbereitung solltest Du deine Nägel sorgfältig von Schmutz, durch Feilen entstandene Staubreste und Fettfilmen reinigen.

Ich empfehle Dir ein Primer zu benutzen, den Du rund um die Nagelhaut aufträgst. Aber nur ganz wenig! Er dient als Haftvermittler und beugt so unschönen Liftings vor. Das ist, wenn Luft unter das Acryl gerät und dieses sich deswegen vom Nagel löst.

Modelage:

  • Benutze einen Pinsel, mit dem Du gut zurechtkommst.
  • Tunke ihn in das Liquid ein.
  • Tupfe den befeuchteten Pinsel sanft in das Pulver, sodass beide Komponenten eine ideale Konsistenz bilden. Sie darf weder zu dickflüssig noch zu flüssig sein. Das Mischverhältnis ist in der Regel 1:1 oder 1:2. Sprich, der Pinsel wir ein oder zwei Mal in das Pulver gedippt.

Tipp: Übe das Formen der Bällchen ausgiebig, bevor Du mit der Modelage beginnst.

  • Warte einen Moment, bis das Pulver sich vollständig mit dem Liquid verbindet.
  • Drücke das Bällchen sanft auf den Nagel und beginne mit dem Modellieren.

Tipp: Schaue dir vorher Video-Tutorials an und informiere dich über verschiedene Techniken.

  • Nach dem Aushärten der Nägel brauchst Du den Nagel nur noch in die gewünschte Form nachfeilen und falls gewünscht lackieren.

Tipp: Nagellack ist auf Acryl etwas widerspenstiger. Die Substanz tendiert dazu, den Lack wie ein Schwamm aufzusaugen. Trage deswegen zwei Schichten auf, damit die Farbe auch wirklich zur Geltung kommt, und darüber einen Überlack für den extra Glanz.

Achtung: Verwende unbedingt acetonfreien Nagellackentferner, wenn Du den Nagellack wieder abmachen möchtest! Sonst löst sich auch das Acryl.

2. Wie Du das Acryl wieder entfernstalles über acrylnagellack

Acryl lässt sich durch Feilen wieder vom Nagel entfernen. Dafür solltest Du jedoch ein Profi sein und eine vernünftige Maschine haben, weil der Prozess sonst sehr zeitaufwendig, anstrengend und gefährlich ist. Du könntest dabei deine Nägel zu stark herunter feilen und beschädigen.

Alternativ ist für Anfänger Aceton eine sehr empfehlenswerte und bequeme Methode. Diesen Stoff enthalten auch viele Nagellackentferner: eine Variante, die den Nagel schont und nicht beschädigen kann. Du brauchst dafür nur eine mit dem Aceton gefüllte Schale oder Ähnliches, in der Du deine Fingernägel 30-40 Minuten einweichen lässt. Das Acryl löst sich vom Nagel und im Anschluss kannst Du die letzten Überreste leicht abtragen. Einmal hinterher feilen und nachbufffern und das war’s auch schon. Aceton bekommst Du ganz leicht und preisgünstig in der Apotheke oder im Internet.

Achtung: Breche das Acryl auf keinen Fall vom Nagel ab, Teile vom Nagel werden mit abreißen!

1. Was Du beachten musst, um deinen Nägeln nicht zu schaden

Das Vorurteil, Acryl sei gesundheitsschädlich, ist stark umstritten. Tatsächlich aufpassen solltest Du beim Abfeilen. Der dadurch entstehende Staub darf nicht in die Atemwege gelangen. Deswegen tragen die Nageldesigner in den Studios normalerweise einen Mundschutz. Staub in der Nase ist nicht schön. Viele bedenken den Faktor jedoch nicht. Weder Acryl noch Lacke oder Gel sind Naturprodukte und haben nichts in unserer Lunge zu suchen!

Die Bearbeitung der Nägel, egal ob bei Maniküre oder Pediküre, muss hygienisch einwandfrei sein, um keinen Nagelpilz oder andere Nagelerkrankungen zu verursachen. Genauso dazu gehört, dass Du den Nagel nicht zu weit herunter feilen darfst. Das erhöht sonst ebenfalls das Infektionsrisiko.

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Stoffe, vor allem Hydrochinon, Allergien auslösen. Dazu gehören Schwellungen im Gesicht oder an den Händen oder Hautausschlag.

Acryl ist nur dann hochwertig, wenn es als Endprodukt sehr hart ist, aber trotzdem schnell bricht. Das schützt den Naturnagel insofern, dass dieser nicht ebenfalls abreißt, denn das tut weh! Vollständig vermeiden lässt es sich aber nie. Das Risiko einer Nagelverletzung besteht immer, egal, wie achtsam wir vor allem unsere Fingernägel zu behüten versuchen. Unsere Hände brauchen wir nahezu immer.

Auch solltest Du wissen, dass bei Kunstnägeln die Keimansiedlung wahrscheinlicher ist. Aus diesem Grund sind Kunstnägel wegen der Hygiene-Standards im Lebensmittelbereich (z. B. Gastronomie) und in medizinischen Einrichtungen verboten.

Sind Deine Nägel bereits stark beschädigt und möchtest Du sie mit Acrylnägeln kaschieren? Dann ziehe unbedingt einen Hautarzt hinzu. Ferner ist es in diesem Fall ratsam, ein professionelles Nagelstudio zu besuchen.

Vorteile von Acryl Nägeln:

  • Gel hält nicht bei jedem, Acryl hingegen eignet sich normalerweise für jede Art von Naturnagel.
  • Acryl lässt sich dank seiner Härte dünn modellieren und wirkt dadurch natürlicher.
  • Das Auffüllen der Kunstnägel ist einfach.
  • Acryl ist wesentlich widerstandsfähiger als Gel und eignet sich deswegen besonders für brüchige Nägel oder als Prävention gegen Nagelkauen.
  • Acryl ist für detaillierte Nageldesigns hervorragend geeignet.

Nachteile von Acryl Nägeln:

  • Der Geruch beim Verarbeiten von Acryl ist unangenehm und verfliegt nur langsam.
  • Mit Acryl arbeiten ist schwieriger als mit Gel. Es erfordert viel Übung und Erfahrung und wird deshalb auch als Königsdisziplin bezeichnet.

Info
Acryl ist kein Pulvergelsystem, wird jedoch fälschlicherweise häufig als solches bezeichnet. Pulver-Gel wird im Gegensatz zu Acryl in vielen dünnen Schichten auf den Nagel aufgetragen. Der Nagel wird dafür mit flüssigem Kunststoff bestrichen und dieser mit Pulver bestreut.

2 COMMENTS

  • Marcus -Alexander kampmann

    Wo ist das Impressum nach und Angaben nach § 5 TDG und § 55 RStV ?

    • Das befindet sich ganz oben rechts, neben dem Kontaktlink.
      Ich gebe zu, dass ich die Farben etwas ändern muss.

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